Yoga-Praxis im Einklang mit den Mondphasen

Der Rhythmus des Mondes begleitet uns durchs Leben – sichtbar am Himmel, oft spürbar im Inneren. Auch im Yoga können wir die Kraft der verschiedenen Mondphasen nutzen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen und bewusster mit unseren eigenen Bedürfnissen umzugehen.

Die Mondphasen: Energie und Wirkung auf den Körper

  • Neumond steht für Neuanfang, Entgiftung und Reinigung. In dieser Phase ist unser Körper besonders empfänglich dafür, Altes loszulassen. Die Yoga-Praxis kann jetzt sanft und in sich gekehrt gestaltet werden – ideal, um mit Atemübungen oder Yin-Yoga einen bewussten Reset einzuleiten. Wer eine Fastenkur oder neue Gewohnheiten starten möchte, findet im Neumond die perfekte Unterstützung.
  • Zunehmender Mond gilt als Zeit des Aufbaus und der Stärkung. In dieser Phase nimmt der Körper Nährstoffe und Energie besonders gut auf. Dynamischere Yoga-Flows eignen sich, um Kraft zu sammeln und neue Energie aufzunehmen. Der Fokus kann dabei auf stärkenden Haltungen und energiefördernden Pranayamas (Atemübungen) liegen.
  • Vollmond bringt eine intensive, energetisch aufgeladene Atmosphäre mit sich. Viele Menschen berichten in dieser Zeit von Schlafproblemen, erhöhtem Energielevel und emotionaler Sensibilität. Die Yogapraxis in dieser Zeit darf aber etwas ruhiger werden: Meditation, entspannte Dehnungen und Achtsamkeitspraxis helfen, mit überschüssiger Energie umzugehen und innere Balance zu bewahren.
  • Abnehmender Mond unterstützt das Loslassen – nicht nur auf körperlicher, auch auf mentaler Ebene. Detox, Ausdauertraining und loslösende Yoga-Einheiten (z.B. Twist-Positionen) können die reinigende Qualität dieser Phase unterstreichen. Man sagt auch, dass der Körper in dieser Phase schneller regeneriert und Heilungsprozesse effektiver laufen als sonst.

Yoga und Mondrhythmus: Verbindung schaffen

Indem du deine Yoga-Praxis nach den Mondphasen ausrichtest, kannst du Verbindung üben: zu dir selbst, zur Natur und zu den natürlichen Zyklen, die dich beeinflussen. Nimm dir Zeit, in dich hineinzuspüren – vielleicht spürst du, wie die Qualität deines Atems, deine Energie und deine Emotionen sich im Laufe des Mondzyklus verändern. Lass deinen Yoga-Stil flexibel werden: Pass Haltung und Schwerpunkt an, statt strikte Routinen zu verfolgen.


Mondphasen können eine Einladung zu mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge sein. Sie erinnern uns daran, dass auch unser Körper Rhythmen folgt – und Yoga gibt uns Werkzeuge an die Hand, diese Rhythmen bewusster und liebevoll zu begleiten. Und wie immer gilt: Mach das, was immer DIR gut tut!

Echte Verbindung beginnt bei dir

Verbindung – zu dir selbst und zu anderen – zählt zu den tiefsten menschlichen Bedürfnissen. Dieses feine, unsichtbare Band, das unser Innerstes mit der Welt draussen verknüpft, schenkt uns Wärme, Verständnis und das Gefühl, nicht allein auf diesem Planeten zu sein. Und doch: Zwischen all dem Lärm und Tempo des Alltags entgleitet uns echte Verbindung manchmal fast unbemerkt.

Wir leben in einer Zeit, die ständig an uns zerrt: Termine, Nachrichten, To-Do-Listen, Bildschirme, die unsere Aufmerksamkeit in alle Richtungen ziehen. Oft bleibt dabei genau das auf der Strecke, was wir so dringend brauchen: Stille. Raum, um uns selbst wirklich zu begegnen. Wenn wir den Kontakt zu unserem Inneren verlieren – zu unseren Gefühlen, Bedürfnissen und unserer wahren Essenz – wie sollen wir dann noch aufrichtig mit anderen verbunden sein?

Hier beginnt alles bei dir.
Echte Verbindung erfordert Mut – den Mut, präsent zu sein und dich auch verletzlich zu zeigen. Den Mut, dir selbst zu begegnen, mit allem, was gerade da ist, ohne sofort in Ablenkung zu flüchten. Den Mut, kleine Inseln der Achtsamkeit in deinen Alltag einzubauen – selbst wenn es nur fünf bewusste Atemzüge sind, während das Handy weiter vibriert.

Genau hier kann Yoga zu einem liebevollen Begleiter werden. Es klopft sanft an deine Tür und lädt dich ein: „Komm, leg das Gedankenkarussell kurz beiseite. Atme, spüre deinen Körper und hör hin, wie es dir wirklich geht.“ Auf der Matte – in achtsamer Bewegung oder ruhigem Verweilen – kannst du bei dir selbst ankommen. Egal, wie stürmisch es draussen ist: Du hast in dir die Möglichkeit, innezuhalten, dich zu zentrieren und deinen inneren Akku wieder aufzuladen – ganz ohne Ladekabel. Dir selbst etwas Gutes tun, um mit neuer Energie und Gelassenheit im Aussen in Verbindung zu treten.

Ich denke, wahre Verbindung wächst von innen nach aussen: Erst wenn du bei dir bist, kannst du eine liebevolle Brücke zu anderen bauen. Innehalten – hinsehen – zuhören – zuerst dir selbst, dann den Menschen um dich herum. Darin liegt eine Kraft, die dein Leben nicht nur erfüllter, sondern auch schöner macht.

Kleiner Impuls für deinen Tag:

Erlaube dir heute, nichts leisten zu müssen. Du musst nicht jede Antwort kennen, nicht für jedes Gefühl die passenden Worte finden und nicht jede Aufgabe fehlerfrei meistern. Es ist völlig in Ordnung, wenn nicht alles perfekt läuft.

Manchmal reicht es, innezuhalten, tief durchzuatmen und den Moment so anzunehmen, wie er gerade ist.

Lass deine Gedanken ruhig durcheinanderwirbeln – sie müssen nicht immer sortiert und glattgebürstet sein. Nimm dir eine Tasse Kaffee oder Tee (oder, wenn dir danach ist, ein Glas Wein 😉) und begegne dir selbst mit Nachsicht. Schenk dir die gleiche Geduld und das Verständnis, das du sonst so gern anderen gibst.

Das ist kein Rückschritt und kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Es ist ein Ausdruck von Echtheit und Menschlichkeit.


Wir dürfen Pausen machen. Wir dürfen still werden. Wir dürfen auch einfach mal nur sein – ohne funktionieren oder leisten zu müssen.

Gerade diese Momente der Selbstfreundlichkeit und liebevollen Fürsorge sind es, in denen wir innerlich wachsen.


Und dabei gilt: Du bist vollkommen richtig – genau so, wie du jetzt bist.

Rückblick auf das SoulFlow Retreat im Finel

Mitten in der vollen Pracht des Sommers durfte ich vom 4. – 6. Juli 2025 im wunderschönen Finel in Leissigen ein Retreat leiten und ganz tolle Frauen durch eine besondere Auszeit begleiten. Es war sehr schön, so viele neue Menschen kennen lernen zu dürfen.

Gemeinsam haben wir einen Raum erschaffen, um die Verbindung zur Natur und zu uns selbst zu stärken – und es wurde tatsächlich eine Oase der Ruhe und Harmonie.

Drei Tage lang haben wir uns bewusst Zeit genommen, das Hamsterrad des Alltags hinter uns zu lassen. Schon bei der Ankunft begrüsste uns die atemberaubende Kulisse des Berner Oberlandes: majestätische Berge, glitzernder See und die reine, klare Bergluft schenkten uns sofort ein Gefühl von Leichtigkeit und Weite.

Unsere gemeinsamen Yoga-Praktiken am Morgen und Abend führten uns tiefer in die eigene Wahrnehmung und ins achtsame Spüren. Die meditativen Übungen halfen uns, zur Stille zurückzukehren, Gedanken ziehen zu lassen und einfach nur zu sein. Zwischen den Sessions boten ruhige Stunden in der Natur Gelegenheit für Spaziergänge oder einen Schwumm im Thunersee, Reflexion und Gespräche im Grünen, wodurch die Verbundenheit zur Erde und zu uns selbst weiter wachsen durfte.

Das ayurvedisch inspirierte Essen von Michèle verwöhnte nicht nur unseren Körper, sondern nährte auch die Seele – liebevoll zubereitet, voll frischer Sommervielfalt, ein Genuss für alle Sinne.

Jede Teilnehmerin hatte Raum für individuelle Erfahrungen und genug Freiheit, das Retreat nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Gemeinsam haben wir gelacht, geschwiegen, genossen und die Kraft dieses besonderen Ortes aufgenommen – und uns natürlich viel auf unseren Yogamatten bewegt. 😉

Das SoulFlow Retreat war eine Einladung, nachhaltig aufzutanken, das Leben bewusster wahrzunehmen und in neuer Balance nach Hause zurückzukehren. Ich bin dankbar für jede einzelne Teilnehmerin, die diese Tage mit mir geteilt und mit Leben erfüllt hat.

Mit einem Herzen voller Leichtigkeit und Dankbarkeit blicke ich zurück und freue mich bereits auf die nächste gemeinsame Wohlfühlzeit.

Das nächste SoulFlow-Retreat im Finel findet übrigens vom 12. – 14. Juni 2026 statt! Mehr Infos dazu gibt es im Herbst.

Neubeginn

Vier Wochen ist es nun her, seit ich den 1. Stock im Haus Le Roselier beim Schloss Spiez bezogen habe.

Jedes Mal, wenn ich die Tür zu meinem kleinen Wohlfühlparadies öffne, erfüllt mich ein Gefühl von Freude und Magie. Die behagliche Atmosphäre, der traumhafte Blick auf den See und die einzigartige Lage direkt am Schloss lassen mich immer wieder dankbar innehalten.

Kann man sich in einen Raum verlieben? Ich bin überzeugt: Ja, das kann man.

EIN RAUM MIT SEELE.

EIN RAUM MIT HERZ.

EIN RAUM FÜR DICH.

Auch du bist herzlich eingeladen, hier anzukommen, dich wohlzufühlen und neue Energie zu tanken.

Ich freue mich auf dich!

Die 11 unvermeidbaren Regeln des Lebens – Inspiration von Yung Pueblo

Kürzlich bin ich auf einen Social-Media-Beitrag des Autors, Dichters und Meditationslehrers Yung Pueblo gestossen, der mich tief berührt hat und den ich gerne mit dir teilen möchte.

Im Leben gibt es einige grundlegende Prinzipien, die uns helfen können, mehr Zufriedenheit, Sinn und innere Ruhe zu finden. Yung Pueblo hat sie in 11 unvermeidbaren Regeln zusammengefasst, die uns als Leitfaden für ein erfülltes Leben dienen können:

  1. Freude entsteht im Hier und Jetzt.
    Wahre Freude finden wir, wenn wir ganz im gegenwärtigen Moment ankommen. Wer bewusst lebt und achtsam wahrnimmt, entdeckt das Glück im Alltag.
  2. Intuition ist unser innerer Kompass.
    Unsere innere Stimme schenkt uns Orientierung. Wenn wir lernen, auf unsere Intuition zu hören, treffen wir Entscheidungen, die wirklich zu uns passen.
  3. Frieden entsteht durch Bescheidenheit.
    Weniger zu wollen, befreit uns von innerem Druck und Vergleich. Innerer Frieden wächst, wenn wir uns auf das Wesentliche konzentrieren.
  4. Erfüllung kommt durch das Dienen.
    Anderen zu helfen und sich für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen, schenkt unserem Leben Sinn und Tiefe.
  5. Fülle entsteht durch Geben.
    Wer grosszügig ist und teilt, erfährt wahre Fülle. Geben öffnet das Herz und schafft Verbindungen.
  6. Wachstum entsteht durch gute Gewohnheiten.
    Beständigkeit und positive Routinen sind der Schlüssel zu persönlicher Entwicklung und innerem Wachstum.
  7. Glück entsteht durch Loslassen.
    Wer Vergangenes und Belastendes loslässt, schafft Raum für neue Freude und Leichtigkeit.
  8. Verbundenheit entsteht durch gegenseitige Fürsorge.
    Echte Beziehungen gründen auf gegenseitigem Respekt, Mitgefühl und Unterstützung.
  9. Heilung beginnt mit Ehrlichkeit zu sich selbst.
    Wenn wir unsere eigenen Gefühle und Wahrheiten anerkennen, können wir heilen und wachsen.
  10. Liebe ist eine Entscheidung, kein blosses Gefühl.
    Liebe bedeutet, sich immer wieder bewusst füreinander zu entscheiden – mit all ihren Höhen und Tiefen.
  11. Ein Leben voller Anmut und Mitgefühl ist das Wertvollste.
    Freundlichkeit und Mitgefühl sich selbst und anderen gegenüber verleihen unserem Leben die grösste Bedeutung.

Diese Lebensregeln sind wie kleine Spickzettel fürs Herz: Sie erinnern uns daran, dass echtes Glück, tiefer Frieden und das grosse „Wow!“ im Leben nicht von aussen kommen – sondern direkt aus unserem eigenen Inneren sprudeln. Sie laden uns ein, das Leben nicht im Autopilot-Modus, sondern mit einer Extraportion Achtsamkeit, einer Prise Selbstfürsorge und einer ordentlichen Portion Mitgefühl zu verfeinern.

Ich hoffe, ich konnte dich damit inspirieren. 🙂

Namasté

Die Outdoor-Yoga-Zeit ist offiziell eröffnet!

Pünktlich zum Frühlingsanfang am 20. März 2025 haben wir unsere Matten wieder im Freien ausgerollt und unter dem Sternenhimmel Yoga praktiziert. Es war zwar etwas frisch, aber wie immer magisch – danke an Sofie vom Aeschi Skihütten-Team für die herzliche Gastfreundschaft. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!

Möchtest du auch mal dabei sein? Die nächsten Outdoor-Yoga-Termine findest du hier.

Februar – eine Zeit der Vorbereitung und des inneren Aufbruchs

Inspiriert vom Buch «Naturrituale im Rhythmus des Jahres» von Susana Garcia Ferreira

Die Natur als Spiegel unseres inneren Selbst

Der Februar läutet den Weckruf der Natur ein. In diesem Monat beginnt ein sanfter, aber stetiger Aufbruch. Die aufstrebenden Kräfte in der Natur gewinnen an Stärke und treten allmählich hervor. Der Februar steht symbolisch für Neuanfang, das Beschreiten neuer Wege, die Rückkehr des Lichts, wachsende Klarheit und das Sichtbarwerden des bisher Verborgenen. Es ist eine Zeit der Reinigung und des Erwachens.

Während sich der Winter seinem Ende nähert, spüren wir, wie sich die Energien im Wandel befinden. Die grosse Zeit der Stille, der inneren Einkehr und Ausrichtung findet langsam ihren Abschluss. Die Dunkelheit weicht Schritt für Schritt zurück, und die Tage gewinnen an Kraft. Mit jedem Tag wird die Sonnenkraft stärker und erweckt das Leben, welches tief in der Erde schlummert.

Oft übersehen wir den wertvollen Prozess des Aufbruchs, der im Verborgenen stattfindet. Ein Samenkorn muss zuerst seine schützende Schale durchbrechen, bevor es aus sich herauswachsen kann. Ähnlich verhält es sich mit uns Menschen: Unser inneres Feuer schenkt uns die Kraft, Hürden zu überwinden und über uns hinauszuwachsen. Für diesen Prozess ist es wichtig, dass wir unser Herz nähren und das tun, was uns guttut, damit dieses innere Feuer nicht erlischt.

Die Natur lehrt uns Geduld und Vertrauen. Sie nimmt sich genau die Zeit, die sie braucht, um sich zu entfalten – nicht mehr und nicht weniger. Wenn sie ihren Weckruf hört und die Kraft der Sonne spürt, durchbricht sie mutig ihre Grenzen. Wie ein Samenkorn, das sich vertrauensvoll durch die Dunkelheit der Erde gräbt, dürfen auch wir uns Zeit und Geduld schenken und auf unser eigenes Wachstum vertrauen.

Mit seiner ursprünglichen, erneuernden Kraft ermöglicht der Februar, dass das tief im Inneren Verborgene langsam nach Aussen treten kann. Dieser Prozess bringt eine natürliche Reinigung mit sich, die Raum für Neues schafft. Obwohl wir die aufstrebenden Kräfte der Natur bereits spüren, liegt der Hauptfokus noch immer auf unserem Innersten. Es ist eine Zeit, um zu lauschen, zu fühlen und uns mit unserer Intuition zu verbinden.

Als sanfter Übergangsmonat unterstützt der Februar behutsam den Aufbruch und das Wachstum. Er bereitet uns liebevoll auf die immense Kraft des Frühlings vor. Wie alle Übergänge in der Natur fliessend sind, so dürfen auch wir uns vertrauensvoll diesem Fluss der Veränderung und des Wachstums hingeben. Ohne Eile, ohne Druck, aber innerlich klar ausgerichtet, öffnen wir uns für das Kommende – für das, was auf uns im Aussen wartet.

Im Bewusstsein unserer tief in der Erde verwurzelten Stärke und mit der Gewissheit, dass die Glut unseres inneren Feuers gehütet und genährt ist, stehen wir im Februar symbolisch an der Schwelle des Neubeginns. Mit gespannter Erwartung und voller Vorfreude aufs Abenteuer Leben bereiten wir uns darauf vor, uns schon bald mit den kraftvollen, erwachenden Energien des herannahenden Frühlings zu vereinen. Wie zarte Knospen, die sich dem ersten warmen Sonnenstrahl entgegenrecken, stehen wir bereit, uns in all unserer Pracht zu entfalten, unsere Potenziale wirken zu lassen und uns in voller Blüte der Welt zu zeigen, wer wir wirklich sind.

Vielleicht inspirieren dich diese Gedanken, den Monat Februar neu zu entdecken und ihn trotz seiner doch manchmal trostlosen und kühlen Ausstrahlung, als ein Geschenk zu betrachten – als eine Phase, in der du dich in aller Stille auf dein persönliches Frühlingserwachen vorbereiten kannst. Siehe ihn als einen sanften Lehrer der Langsamkeit, einen Meister der inneren Vorbereitung, der uns zuflüstert, dass Stille nicht Stillstand bedeutet, sondern der verborgene Nährboden für kommende Entfaltungen ist.

Übrigens: Der Monat Februar ist nach dem lateinischen Wort februum benannt, das Reinigung bedeutet.

Siehe auch Blog-Beitrag «Spürst du den Winterblues?»

Die vielfältige Welt des Yoga: Eine Reise durch verschiedene Stilrichtungen

Yoga ist wie ein bunter Blumenstrauss – es gibt für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis die passende Blüte. In diesem Blog-Beitrag nehme ich dich mit auf eine kleine Entdeckungsreise durch die vielfältige Welt der Yoga-Stilrichtungen – es gibt noch viel mehr Yogastile, welche hier nicht erwähnt sind. Aber vielleicht hilft dir dieser Beitrag herauszufinden, welche Yoga-Art am besten zu dir passt.

Die Basis: Hatha Yoga

Hatha Yoga bildet das Fundament für viele moderne Yoga-Stile. Es vereint körperliche Übungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Meditation zu einer ganzheitlichen Praxis. Ha-Tha steht für die Verbindung und Balance von Sonne (Aktion/Aktivität) und Mond (Achtsamkeit/in sich schauend), welches zum Ziel hat den Körper und Atem unter Kontrolle zu bringen. Hatha Yoga ist ideal für Einsteiger und alle, die eine ausgewogene, ruhige Yoga-Erfahrung suchen.

Dynamische Flows: Vinyasa und Power Yoga

  • Vinyasa Flow: Ein moderner, dynamischer Yogastil, bei dem dein Körper von Asana zu Asana (Körperhaltung) fliesst und durch eine bewusste Atemtechnik begleitet wird. So werden die kräftigenden Übungen zu einer Meditation in Bewegung, bei der sich Körper und Geist in Einklang finden. Die dabei entfachte Hitze wirkt reinigend und heilend auf den Organismus. Vinyasa Yoga kräftigt deine Muskulatur, fördert die Ausdauer, Balance und Beweglichkeit.  Kreativität und Abwechslung stehen im Vordergrund.
  • Power Yoga: Eine kraftvolle Variante, die Fitness und Yoga verbindet. Perfekt für sportlich Ambitionierte.

Präzision und Alignment: Iyengar Yoga

Iyengar Yoga legt grossen Wert auf präzise Ausrichtung und den Einsatz von Hilfsmitteln. Dieser Stil ist besonders geeignet für Menschen, die detailliert an ihrer Körperhaltung arbeiten möchten.

Kraft und Tradition: Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga gehört zu den körperlich anspruchsvollsten Yoga-Stilen. Es basiert auf festgelegten Übungsserien, die in einer bestimmten Reihenfolge praktiziert werden. Durch die Wiederholung und Vertrautheit mit den Bewegungsabläufen wird die Praxis zur bewegten Meditation.

Spirituelle Tiefe: Kundalini und Jivamukti Yoga

Wer nach einer spirituellen Dimension sucht, findet sie in diesen Stilen:

  • Kundalini Yoga: Fokussiert auf die Erweckung der Kundalini-Energie durch dynamische Übungen, Mantren und Meditation. Die Übungen sind repetitiv und daher Meditations-fördernd.
  • Jivamukti Yoga: Verbindet körperliche Praxis mit spiritueller Philosophie, Musik und Umweltbewusstsein. Neben der Ausübung von Yogastellungen in dynamischen Folgen werden während eines Jivamukti-Kurses immer fünf zentrale Prinzipien beachtet: Shastra (die alten Schriften), Bhakti (Hingabe), Ahimsa (Gewaltlosigkeit, Nichtverletzungen), Nada (Musik) und Dhyana (Meditation).

Sanfte Regeneration: Yin und Restorative Yoga

Für Entspannung und Regeneration sind diese Stile ideal:

  • Yin Yoga: Yin Yoga ist ein meditativer und äusserst regenerierender Yogastil. Die Positionen werden 2-5 Minuten ohne Muskelaktivität hauptsächlich im Sitzen und Liegen ausgeführt. Das lange Verweilen bietet dir die Möglichkeit, dich in Ruhe auf deinen Körper einzulassen. Das Bindegewebe, Faszien und Bänder werden gedehnt – wobei der Fokus auf Hüft- und Herzöffnungsposen gelegt wird. Ein wunderbarer passiver Yogastil, der deinen Körper und Geist vollkommen zur Ruhe kommen lässt und du tiefe Entspannung erleben darfst.
  • Restorative Yoga: Tiefenentspannung durch vollständig unterstützte Positionen.
  • Yoga Nidra: Yoga Nidra ist das «Yoga des Schlafens» und ist der erholsamste Yoga-Stil in der Liste. Es ist eine Übung, die so tief wie möglich entspannt und dabei das volle Bewusstsein bewahrt. Die Praxis des Yoga Nidra erfolgt durch eine geführte Bodyscan-Technik mit anschliessender geführter Visualisierung. Yoga Nidra kann helfen, Anspannung und Angst abzubauen und damit verbundene Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Brustschmerzen, Herzklopfen, Schwitzen und Bauchschmerzen zu lindern.

Hitze und Schweiss: Bikram Yoga

Bikram Yoga, auch als Hot Yoga bekannt, wird in einem auf 40°C geheizten Raum praktiziert. Eine festgelegte Sequenz von 26 Posen soll Entgiftung und Flexibilität fördern.

Die Vielfalt der Yoga-Stilrichtungen spiegelt sich in ihren unterschiedlichen Schwerpunkten wider:

  • Einige Stile legen den Fokus primär auf die körperliche Praxis und Fitness.
  • Andere Richtungen betonen besonders die mentalen Aspekte wie Achtsamkeit und Stressabbau.
  • Wiederum andere Traditionen räumen der spirituellen Dimension einen zentralen Platz ein.

Trotz dieser verschiedenen Akzente verfolgen alle Yoga-Stilrichtungen ein übergeordnetes, gemeinsames Ziel: Sie streben danach, eine harmonische Balance zwischen Körper, Geist und Seele herzustellen. Diese ganzheitliche Ausrichtung bildet den Kern der Yoga-Philosophie und verbindet die diversen Praktiken zu einer einheitlichen Tradition.

Fazit: Finde deinen persönlichen Yogaweg

Die Vielfalt der Yoga-Stile ermöglicht es jedem, die passende Praxis für sich zu finden. Experimentiere mit verschiedenen Stilen und höre auf dein Körpergefühl. Der beste Yoga-Stil ist derjenige, der dich regelmässig auf die Matte lockt und dir Freude bereitet. Egal, ob du Kraft, Flexibilität, innere Ruhe oder spirituelle Tiefe suchst – es gibt ganz bestimmt einen Yoga-Stil, der zu dir passt. Und das wichtigste ist, dass du dich in deiner Yogaklasse wohlfühlst.

Mein Yoga-Stil

Ich selber biete hauptsächlich Vinyasa-, Yin-, Faszienyoga und Yoga Nidra an – und manchmal ein Mix aus allem. Meine Art zu unterrichten ist geprägt von meinen Weiterbildung in den verschiedensten Stilrichtungen und Traditionen und daher erwarten dich immer wieder vielseitige Yogastunden bei mir. Nicht nur Asanas (Yogahaltungen), sondern auch Pranayama (Atemübungen), Achtsamkeits-Übungen und Meditation sowie Entspannung werden deine Yogapraxis bereichern.