Mein März-Check-in: Zwischen Wintermüdigkeit und Frühlings-Euphorie

Der März fühlt sich für mich jedes Jahr ein bisschen an wie ein langer Ein- und Ausatmen: Der Winter hält noch an, und gleichzeitig spüre ich schon das sanfte Ziehen der Frühlingsenergie. Ich bin nicht mehr ganz in der Rückzugszeit – aber auch noch nicht in voller „Aufbruchsstimmung“.

In diesem Beitrag möchte ich dich mit in meinen ganz persönlichen März-Check-in nehmen: Wie ich diesen Übergang erlebe, was mich in dieser Zeit nährt und wie ich gerade meine eigene Praxis anpasse. Vielleicht erkennst du dich in manchen Momenten wieder – und findest Inspiration für deinen eigenen Übergang.

Wie ich den Übergang im Moment erlebe

In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie zweigeteilt ich mich manchmal fühle. Ein Teil von mir ist noch müde, möchte sich einkuscheln, Tee trinken und früh schlafen gehen. Ein anderer Teil hat schon Lust auf Neues: auf frische Ideen, leichte Kleidung, mehr Licht, mehr Action im Aussen.

In mir wechseln sich Phasen von Klarheit und Antrieb mit Momenten ab, in denen ich langsamer bin, unsicherer, eher nach innen gerichtet. Früher habe ich versucht, das zu „optimieren“ – heute versuche ich mehr, es einfach zu bemerken und zu akzeptieren, dass Übergangszeiten nie ganz linear sind.

Was mir hilft: mir innerlich zu erlauben, gerade beides zu sein – ein bisschen Winter und ein bisschen Frühling. Nicht „fertig“, nicht „perfekt im Flow“, sondern genau da, wo ich bin.

Was mich in dieser Übergangszeit gerade nährt

In dieser Übergangszeit tut mir alles gut, was warm, ehrlich und einfach ist. Ich merke, wie sehr ich kleine Rituale brauche, die mir Geborgenheit geben und mich gleichzeitig sanft in Bewegung bringen.

Dazu gehören im Moment:

  • Warme, einfache Mahlzeiten: Suppen, Ofengemüse, Porridge – Essen, das von innen wärmt und nicht zu kompliziert ist.
  • Licht-Momente: Jede Möglichkeit, ein paar Minuten Sonne zu erwischen – auf dem Weg, zwischen Stunden, mit einem Kaffee in der Hand. Diese kleinen Lichtinseln machen einen grossen Unterschied für meine Stimmung.
  • Ehrliche Pausen: Kurze Momente, in denen ich wirklich nichts „leisten“ muss – kein Handy, kein Plan, einfach ein paar Atemzüge auf der Matte, auf dem Sofa oder barfuss in meinem Garten.

Und: Gespräche, die echt sind. Ein Telefonat oder ein Treffen, in dem ich sagen darf „Ich bin gerade müde“ oder „Ich freue mich, aber ich weiss noch nicht, wohin es geht“, ohne mich erklären zu müssen.

Wie ich meine Yoga-Praxis gerade anpasse

Auch meine eigene Yoga-Praxis verändert sich in dieser Übergangszeit. Im Winter war sie oft langsamer, erdender, mit viel Yin und ruhigen Sequenzen. Jetzt spüre ich, wie mein Körper wieder etwas mehr Dynamik möchte – aber nicht im Sinne von „Vollgas“, sondern im Sinne von wach werden.

Im Moment sieht das ungefähr so aus:

  • Morgens: Ein kurzer, sanfter Flow – ein paar Runden Katze-Kuh, ein paar Sonnengrüsse, ein Twist. Nicht jeden Tag gleich lang, aber möglichst regelmässig. Es geht mir nicht um Perfektion, sondern um ein liebevolles „Hallo Körper, ich bin da“.
  • Abends: Eher Yin-orientiert und nervensystemfreundlich – Vorbeugen, sanfte Drehungen, lange gehaltene Positionen, manchmal kombiniert mit einem warmen Tee und gedämpftem Licht.
  • Zwischendurch: Mini-Pausen statt grosser Vorhaben – ein tiefer Atemzug zwischen Terminen, ein kurzer Schulterstretch, ein bewusster Moment, in dem ich die Füsse wirklich am Boden spüre.

Ich versuche, meine Praxis nicht als „To-do“ zu sehen, sondern als etwas, das mich durch diesen Übergang trägt – mal kraftvoller, mal weicher. An manchen Tagen brauche ich mehr Bewegung, an anderen mehr Stille. Beides ist in Ordnung.

Was du aus meinem März-Check-in mitnehmen kannst

Vielleicht bist du gerade in einer ganz ähnlichen Stimmung – ein bisschen erschöpft, ein bisschen hoffnungsvoll, irgendwo zwischen Abschied vom Winter und Vorfreude auf den Frühling.

Wenn du magst, nimm dir ein paar Minuten für deinen eigenen März-Check-in und frage dich:

  • Wie erlebe ich den Übergang gerade – körperlich, emotional, im Alltag?
  • Was nährt mich im Moment wirklich – und nicht nur „in der Theorie“?
  • Wie könnte ich meine Praxis (Yoga, Bewegung, Selbstfürsorge) sanft anpassen, damit sie mich genau jetzt unterstützt?

Du musst nichts Grosses verändern. Manchmal reicht schon ein kleiner Atemzug mehr, ein paar Minuten Licht, eine ehrliche Pause.

Wenn du dabei Begleitung möchtest, bist du in meinen Stunden herzlich willkommen – genau so, wie du jetzt gerade bist: ein bisschen Winter, ein bisschen Frühling, ganz du. Und bei mir kannst du immer genau die Art von Yogastunde buchen, die du gerade braucht. ❀