Rückblick auf eine besondere Outdoor-Yogastunde

Vor einigen Tagen durfte ich mit einer wunderbaren Gruppe wieder eine ganz besondere Yoga-Stunde unter freiem Himmel bei der Skihütte in Aeschiried erleben. Wir haben gemeinsam an diesem magischen Ort geübt – genau in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Mondaufgang. Allein dieser Moment in der Natur hat die Stunde zu etwas sehr Besonderem gemacht.

Es war schön zu spüren, wie ruhig und präsent die Atmosphäre von Anfang an war. Die Sonne stand tief, das Licht wurde weicher, und gleichzeitig war der Mond schon spürbar nah. Für mich war das ein wunderbarer Moment, um die Verbindung zwischen zwei Energien zu thematisieren, die uns auch im Yoga und im Alltag immer wieder begegnen: Sonnenenergie und Mondenergie.

Die Sonnenenergie steht für Wärme, Aktivität, Klarheit und Lebendigkeit. Sie ist die Kraft, die uns nach aussen bringt, uns bewegt und uns Energie schenkt. Die Mondenergie dagegen lädt uns ein, langsamer zu werden, nach innen zu spüren, loszulassen und zur Ruhe zu kommen. Genau diese beiden Qualitäten durften wir auch in unserer Praxis miteinander verbinden und ausbalancieren.

Zu Beginn nahmen wir uns bewusst Zeit, um anzukommen. Mit ein paar tiefen Atemzügen konnten wir den Alltag für einen Moment loslassen und ganz bei uns selbst ankommen. Der Atem half dabei, vom Tun ins Spüren zu kommen. Mit der Einatmung durfte Kraft und Klarheit in uns einfliessen, mit der Ausatmung durfte alles weicher werden, was gerade nicht mehr gebraucht wurde.

Die Praxis selbst war ein sanfter Vinyasa-Flow – mit Bewegung, Atem, Kraft und gleichzeitig genügend Raum für Ruhe und Anpassung. Mir ist es immer wichtig, dass sich jede Person während einer Stunde sicher und frei fühlen darf. Deshalb war auch diesmal jederzeit erlaubt, Pausen zu machen, Bewegungen zu verändern oder einfach einen Moment still zu werden. Yoga darf sich gut anfühlen und soll dort abholen, wo man gerade steht.

Besonders schön war für mich, wie gut die äussere Umgebung zur Praxis gepasst hat. Während draussen langsam der Tag in den Abend überging, konnten wir im Inneren ebenfalls etwas loslassen. Die Sonne verabschiedete sich und auch in uns durfte Raum entstehen – für Ruhe, für Vertrauen und für ein bisschen mehr Leichtigkeit.

In Savasana wurde diese Ruhe noch einmal ganz bewusst spürbar. Der Körper durfte schwer werden, getragen von der Erde, und alles durfte für einen Moment einfach losgelassen werden. Es war still, weich und sehr verbunden. Genau solche Momente berühren mich immer wieder besonders, weil sie zeigen, wie viel Kraft im Innehalten liegen kann.

Am Ende der Stunde kamen wir langsam wieder zurück, vertieften den Atem und nahmen uns noch einmal einen Moment zum Nachspüren: Wie fühle ich mich jetzt? Was hat sich verändert? Für mich sind genau diese Momente oft das Schönste an einer Yogastunde – wenn nach Bewegung, Atem und Achtsamkeit mehr Ruhe, Klarheit und Verbundenheit spürbar werden.

Ich bin sehr dankbar für diesen schönen Abend, die besondere Stimmung und die gemeinsame Praxis unter freiem Himmel. Solche Erlebnisse erinnern mich immer wieder daran, wie heilsam es ist, sich mit der Natur zu verbinden und sich selbst bewusst Zeit zu schenken.

Nächste Outdoor-Yoga Stunde in der Skihütte findet am 24. August 2026 statt.