Es gibt Orte, die berühren – still, kraftvoll und ganz tief. Das Niederhorn ist für mich genau so ein Ort.
Am 8. und 9. Mai haben wir uns aufgemacht, den Alltag hinter uns zu lassen und einzutauchen in die Weite der Berge, die frische Frühlingsluft und die besondere Ruhe der Natur. Schon die Anreise fühlte sich wie ein sanftes Ankommen an – Schritt für Schritt näher zu sich selbst.
Oben angekommen wurden wir von einem Panorama empfangen, das kaum in Worte zu fassen ist: schneebedeckte Gipfel in der Ferne, der Thunersee in tiefem Blau und dieses Gefühl von Weite. Genau hier durften wir unsere Yogamatten ausrollen und ins Wochenende starten.
Unsere Praxis war geprägt von Achtsamkeit, Erdung und Leichtigkeit zugleich. Sanfte Vinyasa-Flows am Morgen, begleitet vom Erwachen des Tages. Ruhige Yin Yoga Einheiten, die Raum geschaffen haben, tiefer zu sinken – in den Körper, in den Atem, ins Spüren.
Zwischen den Einheiten blieb Zeit für Stille, für Austausch und für das bewusste Erleben der Umgebung: die Farben des Sonnenuntergangs, das Rascheln des Windes, das Zwitschern der Vögel, die klare Bergluft auf der Haut und mit etwas Glück sogar die Beobachtung von Steinböcken.
Diese 24 Stunden haben einmal mehr gezeigt, wie besonders es ist, Yoga nach draussen zu verlegen – weg vom Gewohnten, hinein in die Natur. Dort, wo vieles einfacher wird und wir uns wieder als Teil eines grösseren Ganzen erleben.
Ich bin dankbar für alle, die diese kleine Auszeit mitgetragen und mit ihrer Offenheit bereichert haben. Genau diese Begegnungen machen meine «Arbeit» so wertvoll.
Das Niederhorn hat uns geerdet, inspiriert und entschleunigt. Und vielleicht nehmen wir alle ein Stück dieser Weite mit zurück in unseren Alltag.
Bis wir uns wieder auf der Matte begegnen – vielleicht wieder dort oben: am 12./13. August 2026 zur Sternschnuppennacht der Perseiden.
























