Der Sonnengruss ist eine fliessende Abfolge dynamischer Yoga-Haltungen – und weit mehr als eine körperliche Übung. Er steht für den Gruss an die Sonne als Quelle allen Lebens, für den Kreislauf des Lebens, für Hingabe und das bewusste Verbinden von Atem und Bewegung.
Was bedeutet Surya Namaskar?
Im Sanskrit steht Surya für die Sonne, Namaskar für eine Geste des Ehrerbietens. Die Sonne gilt im Yoga als Symbol für göttliche Energie und Bewusstsein – das Licht, das Dunkelheit vertreibt und Leben ermöglicht. Den Sonnengruss zu praktizieren ist deshalb auch ein Akt der Dankbarkeit: für das Leben, für den neuen Tag, für die Energie, die uns trägt.
Je nach Yogatradition unterscheiden sich die genauen Abläufe. Was alle verbindet, ist der gemeinsame Kern: Atem, Bewegung und Ausrichtung in einem fliessenden Rhythmus.
Im Surya Namaskar werden 12 Asanas mit rhythmischem, fliessendem Atem und dynamischen Bewegungsabfolgen verbunden. Die Bewegungen folgen immer der Atmung. Die Zahl 12 symbolisiert die 12 Sonnenstunden des Tages und steht auch für die 12 Monate im Jahreskreis. Der Bewegungsfluss kann sowohl zügig als auch langsam durchgeführt werden.
Die Wirkung im Detail
Spirituell
Auf spiritueller Ebene symbolisiert jede Runde des Sonnengrusses einen vollständigen Zyklus: Entstehung, Entfaltung, Reife und Rückkehr – wie die Sonne selbst täglich auf- und untergeht. Die Bewegungen fliessen von aufrechtem Stand über tiefe Neigung bis zur ausgedehnten Länge und zurück, ein Spiegel des Lebens selbst. Zugleich ist der Sonnengruss eine Hommage an Surya als Symbol göttlicher Energie: Er drückt Dankbarkeit aus, sammelt den Geist und schafft den inneren Raum, um wirklich in der Praxis oder im Tag anzukommen.
Körperlich
Durch den Wechsel von Vor- und Rückbeugen wird fast jeder Muskel beansprucht. Der Körper wärmt auf, Muskeln dehnen sich, die Wirbelsäule mobilisiert.
Mental
Die Synchronisation von Atem und Bewegung schafft eine Meditation in Bewegung. Stress löst sich, innere Ruhe entsteht – Runde für Runde.
In der täglichen Praxis
Traditionell wird der Sonnengruss am Morgen praktiziert – um den Körper zu aktivieren und Energie für den Tag zu gewinnen. Aber auch in meinen abendlichen Vinyasa Stunden ist er immer ein fester Bestandteil. Er eignet sich hervorragend als Warm-up vor einer längeren Yogaeinheit, kann aber auch als eigenständige Routine genutzt werden. Schon zehn bis fünfzehn Minuten genügen, um eine spürbare Wirkung zu erleben.
SONNENGRUSS-WORKSHOP · ZUR SOMMERSONNENWENDE
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21. Juni 2026
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