Energie und innere Ausrichtung

Oft spüren wir, dass unser Energielevel schwankt – mal fühlen wir uns leicht und lebendig, mal müde und angespannt. Das ist ganz natürlich. Aber das Schöne ist: Wir können bewusst wählen, in welcher Energie wir sein wollen – und damit unser Wohlbefinden ein Stück weit beeinflussen und steigern.

Zum Jahresbeginn habe ich meine Kursteilnehmerinnen genau danach gefragt: Mit welchem Gefühl oder welcher Energie möchtest du ins neue Jahr starten? Zum Beispiel mit „Leichtigkeit“, „Vertrauen“ oder „Klarheit“. Das habe ich bewusst so gewählt, um das Bewusstsein für die innere Ausrichtung zu stärken. So wie wir auf der Yogamatte unseren Körper äusserlich in Asanas ausrichten, können wir auch unser Inneres bewusst ausrichten – auf die Energie, die uns nährt und erfüllt.

Gefühle sind Energie

Eine Emotion ist Energie in Bewegung – sie bewegt Atem, Herzschlag, Mimik, Handlungen und deine Ausstrahlung. Gefühle sind keine blossen Gedanken, sondern lebendige Kräfte, die durch dich fliessen. Freude expandiert dich, weitet den Atem und lädt auf; Angst kontrahiert, beschleunigt den Puls und blockiert den Energiefluss.

Du wählst deine Energie

Yoga lädt ein, nach innen zu lauschen: Wie fühle ich mich heute? Wie fliesst meine Energie? Welches Gefühl nährt mich? Was brauche ich heute, um mich erfüllt zu fühlen? Indem du bewusst wählst – statt in Frust oder Zweifel zu verharren – lenkst du deinen Energiefluss. Denn Energie folgt der Aufmerksamkeit: Richte dich auf Positives aus. Diese Ausrichtung zeigt sich in der Körperhaltung, im Atem, in der Denkweise – und sie wirkt direkt auf dein Energiefeld und wird zu einem inneren Kompass.

Probiere es aus: Deine Energie-Wahl

Setze dich bequem hin, schliesse für einen Moment deine Augen und atme ruhig ein und aus. Spüre, wie du mit jedem Atemzug ein Stück mehr bei dir und im Moment ankommst.
Dann frage dich innerlich: Wie möchte ich mich heute fühlen? Lass ein Wort auftauchen – vielleicht „Leichtigkeit“, „Frieden“ oder „Ruhe“. Atme dieses Wort ein paar Atemzüge lang bewusst ein – als Einladung an dein Energiesystem, sich genau darauf auszurichten. Und mit jeder Ausatmung stell dir vor, wie sich dieses Gefühl in dir verankert. Du kannst dir auch eine passende Farbe zum Gefühl vorstellen, die du einatmest. Zum Beispiel Gelb für Freude, Blau für Vertrauen, Grün für Ausgeglichenheit, Weiss für Klarheit.

Starte so ins (nicht mehr ganz so neue) Jahr – oder in den Tag. Du wählst, deine Energie steigt, dein Wohlbefinden verändert sich.

Wie Yoga Körper, Geist und Seele in Einklang bringt

Immer wieder erlebe ich, wie tief Yoga uns berühren kann – nicht nur körperlich, sondern auf allen Ebenen unseres Seins. Manche meiner Kursbesucher:innen kommen wegen Rückenschmerzen oder Verspannungen, andere, weil sie sich gestresst und innerlich erschöpft fühlen. Doch ganz egal, mit welchem Anliegen jemand in meine Stunden kommt – fast immer geschieht etwas Grösseres: eine Rückverbindung mit sich selbst.

Yoga ist mehr als Bewegung. Es ist eine Einladung, den eigenen Körper zu spüren, den Atem bewusst zu lenken und Momente der Stille zuzulassen. So entsteht Raum, in dem Wandlung beginnen darf – körperlich, mental und seelisch.

Der Körper – Kraft, Leichtigkeit und Atemfluss

Wenn wir achtsam üben, spüren wir, wie der Körper lebendig wird. Mit jeder bewussten Bewegung entsteht Wärme, Stabilität und gleichzeitig Leichtigkeit. Der Atem ist dabei unser stiller Lehrer – er trägt jede Bewegung und erinnert uns daran, präsent zu sein.

Ich sehe oft, wie bereits einfache, ruhige Sequenzen Verspannungen lösen können. Es braucht keinen akrobatischen Asana-Flow. Entscheidend ist die Qualität der Aufmerksamkeit: Wie bin ich in dieser Bewegung? Was spüre ich in dieser Haltung? – Das verändert alles.

Der Geist – Klarheit durch Achtsamkeit

Viele meiner Teilnehmer:innen erzählen mir, dass sie nach der Stunde einen klareren Kopf haben, obwohl wir kaum „etwas getan“ haben. Dieses Phänomen hat mit der Beruhigung unseres Nervensystems zu tun. Wenn Bewegung, Atem und Bewusstsein miteinander verschmelzen, treten wir aus dem gedanklichen Dauerrauschen heraus.

Diese Stille im Geist ist kein Zufall – sie entsteht aus Achtsamkeit. Wir beginnen wieder, das Jetzt wahrzunehmen, statt uns in Gedanken über Gestern oder Morgen zu verlieren. Das gibt uns mentale Kraft, Fokus und innere Gelassenheit.

Die Seele – nach Hause kommen

Manchmal spüre ich nach einer intensiven Yogastunde dieses stille, tiefe Gefühl: ein Ankommen. Kein äusseres Ziel, kein „mehr erreichen“, sondern einfach nur Sein. Yoga schenkt uns diese Verbindung – zu uns selbst, zu unserer Essenz, zu etwas, das grösser ist als wir.

Wenn Körper und Geist zur Ruhe kommen, darf die Seele durchatmen. Und plötzlich fühlt sich alles stimmiger an – leichter, heller, ganzer.

Warum schon achtsame Bewegung wirkt

Es ist faszinierend, wie wenig es oft braucht. Ein bewusster Atemzug. Eine sanfte Drehung. Ein Moment stiller Präsenz. Schon das aktiviert unser parasympathisches Nervensystem und signalisiert dem Körper: Du bist sicher.

Aus dieser Sicherheit entsteht Vertrauen – in uns selbst, in unseren Körper, in das Leben. Achtsame Bewegung ist deshalb ein Schlüssel zu innerer Stabilität und mentaler Gesundheit.

So beginnt Yoga – nicht mit einer schwierigen Pose, sondern mit einem einfachen Atemzug.

Entdecke die Magie eines Yoga-Retreats

Stell dir vor, du lässt den Alltag einfach mal los, atmest frische Luft tief ein und spürst, wie dein Körper in sanften, fliessenden Bewegungen neue Energie tankt. Gleichzeitig findet dein Geist die lang ersehnte Stille, um endlich zur Ruhe zu kommen – ein Moment purer Präsenz. Ein Yoga-Retreat schafft genau diese Oase der Regeneration und wirkt auf dein gesamtes Wohlbefinden. Ein Retreat zu buchen mag auf den ersten Blick wie ein Luxus wirken, doch die tiefgreifenden Vorteile machen es zu einer lohnenswerten Investition in Körper, Geist und Seele.

Raus aus dem Alltag – rein in die Erholung

In einem Retreat entsteht der Raum, der im hektischen Alltag oft fehlt: Stunden der Stille, geführte Meditationen und sanfte Yoga-Praktiken klären den Geist, während Stress schmilzt und du den Moment im Hier und Jetzt geniesst. Raus aus der Hektik, rein in die Selbstbegegnung – diese Pause schenkt neue Energie, Klarheit und Zeit, die nur dir gehört.

10 überzeugende Gründe, ein Retreat zu buchen

Hier sind zehn Gründe, warum ein Yoga-Retreat perfekt passt – unabhängig von deiner Erfahrung:

1. Auszeit vom Alltag: Bewusster Rückzug von Verpflichtungen, um durchzuatmen und dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nämlich auf dich und deine Gesundheit!

2. Tiefe Selbstreflexion: In Stille eintauchen, innere Klarheit finden und vielleicht Antworten auf Fragen finden, die im Alltag oft überhört werden.

3. Körperliche und geistige Gesundheit: Yoga, Meditation und Atemübungen fördern physisches, emotionales und mentales Wohlbefinden.

4. Verbindung mit Gleichgesinnten: Begegne Menschen mit ähnlichen Zielen in einer wohlwollenden Gemeinschaft.

5. Lernen von Experten: Qualifizierte Leiter*innen teilen Wissen zu Yoga, Meditation und Persönlichkeitsentwicklung.

6. Naturverbundenheit und Ruhe: Viele Retreats finden in ruhigen, natürlichen Umgebungen statt, was die Erholung und das Gefühl des Verbundenseins fördert.

7. Achtsames Essen: Fokus auf gesunde Ernährung, oft mit nahrhaften, entgiftenden Mahlzeiten.

8. Neue Gewohnheiten entwickeln: Idealer Rahmen, um gesunde Routinen wie tägliche Bewegung oder Meditation zu etablieren.

9. Stressabbau und Entspannung: Tiefe Erholung für kurzfristige und langfristige Ausgeglichenheit.

10. Selbsterneuerung und Inspiration: Kehre mit neuer Lebensenergie, Klarheit und Leichtigkeit zurück in deinen Alltag.

Finde dein passendes Retreat

Ein Retreat fühlt sich dann stimmig an, wenn Yogastil, Menschen, Umgebung, Programm, Essen und Unterkunft zu deiner Lebensphase passen – schau dir mehrere Angebote an, das lohnt sich. Ob erfahrene Yogini oder Anfängerin: Ein Retreat regeneriert und lässt dich mit einem Gefühl der Erneuerung in den Alltag zurückkehren. Gönne dir diese Zeit der Selbstfürsorge und entdecke die nachhaltige Wirkung.

Wenn du mehr zu meinen Retreats erfahren möchtest, dann findest du hier mehr Infos.

Bei Fragen melde dich gerne bei mir.

Ich freue mich auf dich!

Fabienne

Yoga beginnt neben der Matte

Hast du schon länger kein Yoga mehr gemacht?

Ich bin Yogalehrerin – und trotzdem habe ich in den letzten sieben Tagen (wegen Weihnachtsferien und so) meine Matte kein einziges Mal ausgerollt. Und doch habe ich jeden Tag Yoga praktiziert.

Vielleicht machst auch du jeden Tag Yoga, ohne es zu merken. Dafür brauchst du keine Matte und keine besonderen Posen einzuehmen. Manchmal geschieht Yoga ganz leise im Alltag.

Viele verbinden Yoga vor allem mit Dehnung, Asanas und einem flexiblen Körper. Doch Yoga ist so viel mehr.
Nach Patanjali besteht der Yogaweg aus acht Pfaden – und die meisten davon begegnen uns mitten im Alltag.

Hier nur ein paar wenige Beispiele:

AHIMSA – Wenn du bewusst einkaufst, regionale, biologische und tierleidfreie Produkte wählst, praktizierst du Yoga.
SATYA – Wenn du aufhörst, Ausreden zu finden, und ehrlich sagst, was du fühlst, auch wenn es unbequem ist, praktizierst du Yoga.
SANTOSHA – Wenn du innehältst und dankbar bist, ohne immer mehr zu wollen, praktizierst du Yoga.
PRANAYAMA – Wenn du tief atmest, um dich zu spüren oder dich zu beruhigen, anstatt alles wegzudrücken, praktizierst du Yoga.
DHYANA – Wenn du still wirst und dir erlaubst, einfach zu sein, praktizierst du Yoga.

Yoga ist nicht immer sichtbar – es zeigt sich darin, wie du lebst, fühlst und handelst.
Es ist kein Ziel und keine äussere Form, sondern eine Haltung zum Leben.
Yoga beginnt nicht auf der Matte, sondern in dem Moment, in dem du bewusst bist.

Du kannst Yoga praktizieren, während du atmest, wenn du Konflikte ehrlich ansprichst, achtsam mit deinen Gedanken und Worten umgehst oder einfach innehältst und spürst, dass du da bist.

Patanjali beschreibt im achtgliedrigen Pfad: Yoga ist weit mehr als Asana.
Es ist Ethik, Achtsamkeit, Verbindung – eine innere Haltung, die durch dich wirkt.

Wie praktizierst du Yoga im Alltag, vielleicht ohne es bisher gewusst zu haben?

Im Dazwischen – die Kraft des Übergangs

In diesen letzten Tagen des Jahres spürst du es vielleicht auch: Das Alte klingt aus, das Neue ist noch nicht da. Die Zeit zwischen den Jahren fühlt sich für mich oft wie Schweben an – ein Raum ohne Ziel, ohne klare Richtung. Irgendwie laut, irgendwie leise. Und gerade in dieser Schwebe liegt die Magie.

Der stille Raum dazwischen

Ich kenne dieses Gefühl am Jahresende nur zu gut. Wenn das Äussere leiser wird und das Tempo nachlässt, werde ich innerlich oft unruhig. Diese Leere zwischen Rückblick und Neuanfang macht mich ungeduldig – als müsste ich schon wissen, wohin das Neue mich führt. Ich möchte dann noch so vieles ordnen, abschliessen, loslassen, bevor das Neue beginnt.

Doch genau dieser «leere» Zwischenraum ist vielleicht die wertvollste Zeit. Hier geschieht die wahre Transformation: Wir legen alte Hüllen ab, sortieren uns neu, reifen innerlich. So wächst Platz, damit das Neue wirklich ankommen kann.

Die Magie der letzten Tage im Jahr

Wenn das Jahr zu Ende geht, entsteht ein besonderer Moment. Wir blicken zurück auf Begegnungen, Erlebnisse und alles, was uns berührt hat. Gleichzeitig spüren wir: Das Neue ist schon nah – leise, unfassbar, aber präsent.

Diese Tage laden ein, innezuhalten. Zu atmen. Zu lauschen. Nichts zu erzwingen, nichts zu benennen. Im Stillstand entsteht Klarheit, im Loslassen Raum. In dieser Weite bereiten wir den Boden für das Kommende.

Der Zwischenraum im Yoga

Auch auf der Matte begegnen wir diesem Raum: Zwischen zwei Atemzügen. Zwischen Ein- und Ausatmung. Zwischen Ankommen und Weitergehen in einer Asana.

Hier passiert viel, obwohl nichts sichtbar ist. Der Körper ruht, die Energie fliesst weiter. Der Atem pausiert kurz – und in dieser Stille entfaltet sich Präsenz. Die Praxis wird zur Meditation. Wir lernen, im Jetzt zu sein, ohne nach dem Nächsten zu greifen – auch wenn es uns bereits weiterzieht.

Die Einladung

Tauch in diesen Übergangstagen bewusst in einen solchen Zwischenraum ein. Halte einen Atemzug inne. Lass dich von der Stille leiten. Spüre die Kraft, die genau hier entsteht – im Moment, in dem du einfach bist.

Ich wünsche dir einen sanften Übergang ins neue Jahr! 💛

Mit Intention ins neue Jahr

Gehörst du zum Team „Vorsätze fürs neue Jahr“ – oder eher zu denen, die sagen: „Ich lasse alles so, wie es ist – wird schon!“?
Ich war früher irgendwo dazwischen. Doch Anfang 2025 habe ich beschlossen, das Jahr mit klarer Intention zu beginnen. Ohne To-do-Listen-Mentalität, sondern mit einem klaren Gefühl dafür, wer ich sein möchte und wie sich mein Jahr anfühlen soll. Und was soll ich sagen – so vieles davon durfte tatsächlich Wirklichkeit werden. Ich blicke heute, am Ende dieses Jahres, dankbar und erfüllt auf 2025 zurück.

Vielleicht war auch dein Jahr eine Mischung aus Licht und Wachstum, Abschieden und Neubeginn. Umso schöner ist es, den Übergang bewusst zu gestalten – nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe zu dir selbst. Wenn du magst, dann lese unten mehr über «mein» Journaling-Ritual, das dich vielleicht dazu inspiriert, dein 2026 mit Intention, Klarheit und Herz zu gestalten.


In welcher Energie möchtest du 2026 sein?

Das neue Jahr ist wie eine leere Seite in deinem Notizbuch – bereit, mit Erfahrungen, Träumen und Erkenntnissen gefüllt zu werden. Doch bevor du losschreibst, darfst du dir eine entscheidende Frage stellen: In welcher Energie möchtest du 2026 leben?

Willst du Leichtigkeit spüren, dich mutig ausprobieren oder Frieden in dir kultivieren? Vielleicht ist dein Jahr 2026 das Jahr der Ruhe nach stürmischen Zeiten – oder das Jahr, in dem du dich endlich traust, deine Komfortzone zu verlassen. Schliesse für einen Moment die Augen und fühle in dich hinein: Welche Qualität willst du in dein Leben einladen? Diese Energie darf dein innerer Kompass werden.


Dein Motto für 2026

Ein Motto ist wie ein inneres Mantra – einfach, aber kraftvoll. Finde ein Wort oder einen Satz, der dich durch alle Höhen und Tiefen trägt. Vielleicht lautet dein Motto „Trust the process“„Mein Jahr der Fülle“ oder „Ich darf gross träumen“. Es muss nicht perfekt sein; wichtig ist, dass es mit dir schwingt.


Deine Bucket List 2026

Jetzt wird’s konkret: Was möchtest du erleben? Denk an Momente, die dein Herz höherschlagen lassen – kleine und grosse Abenteuer. Vielleicht ein Solo-Trip, ein Workshop, der dich inspiriert, oder einfach mehr Sonnenaufgänge, die du bewusst wahrnimmst. Setz dir Ziele, die dich lebendig fühlen lassen.


Deine Wish List

Oft verbinden wir mit Besitz Schuld oder Oberflächlichkeit – doch Wünsche dürfen leicht sein. Materielle Dinge können Freude schenken, wenn sie bewusst gewählt sind. Schreibe alles auf, was dich erfreut – von einer neuen Kaffeemaschine über eine Kamera bis hin zu einem neuen Zuhause (oder wie ich mir einen neuen Yogaraum gewünscht habe). Wichtiger als das „Was“ ist das „Warum“: Was löst dieser Wunsch in dir aus?


Unlock Your Potential – Wer wirst du 2026?

Jetzt darfst du gross denken. Welche Fähigkeiten willst du lernen, welchen Anteil in dir möchtest du entfalten? Vielleicht willst du mutiger sprechen, kreativer schreiben, dich beruflich verändern oder mehr Selbstvertrauen leben. Notiere, wer du am Ende des Jahres sein möchtest, und erinnere dich immer wieder daran: Du bist ständig im Werden.


Was darf im 2025 bleiben?

Nicht alles soll mit ins neue Jahr. Überlege, welche Gedanken, Sorgen oder Gewohnheiten du liebevoll loslassen möchtest. Vielleicht Vergleich, Selbstzweifel oder Schuldgefühle. Schreibe sie auf – und verabschiede dich bewusst. Es ist ein Akt der Befreiung.


Was willst du in 2026 einladen?

Nach dem Loslassen entsteht Raum. Welche Erfahrungen, Menschen und Gefühle dürfen diesen Raum füllen? Vielleicht willst du mehr Leichtigkeit, Tiefe in deinen Beziehungen oder Klarheit in deinem Leben. Formuliere es positiv – als Einladung an das Universum und an dich selbst.


Ein Brief an dein Future Self

Zum Abschluss schreibe dir einen Brief, den du am 31. Dezember 2026 öffnest. Erzähle deinem zukünftigen Ich, worauf du hoffst, was du dir wünschst und wofür du dankbar bist. Male dir aus, wie du dich fühlen möchtest, wer an deiner Seite ist und was du geschafft hast.
Dieser Brief ist dein Versprechen an dich selbst – und eine wundervolle Erinnerung daran, wie weit du gekommen bist.


Fazit:
Journaling zum Jahreswechsel ist kein To-do, sondern ein Ritual der Selbstverbindung. Es schenkt dir Klarheit, Bewusstsein und liebevolle Ausrichtung für das, was kommt. Dein 2026 wartet darauf, von dir gestaltet zu werden – mutig, ehrlich und mit offenem Herzen.

Und falls du diese Zeilen erst im 2026 liest: Es ist egal, wann genau du deine Intention fürs neue Jahr setzt.

Inneres Licht und Erleuchtung im Yoga – Was ist der Unterschied?

Viele Menschen, die Yoga praktizieren, begegnen den Begriffen „inneres Licht“ und „Erleuchtung“. Doch was bedeuten sie eigentlich? Sind sie dasselbe oder gibt es Unterschiede? Mit diesem Blog-Beitrag möchte Licht ins Dunkel bringen und teile hier gerne meine persönliche Interpretation vom inneren Licht und dem Begriff Erleuchtung.

Das innere Licht ist eine Metapher für unsere wahre Natur. Es steht für die Lebensenergie, den Frieden und die Klarheit, die in jedem von uns verborgen sind. Im Yoga wird dieses innere Licht oft „Prana Shakti“ genannt – eine Energie wie die Sonne in unserem Inneren, die unseren Körper und Geist belebt. Wenn wir Yoga praktizieren, spüren wir, wie dieses Licht langsam heller wird und uns mit Wärme und Zuversicht erfüllt. Es ist unser innerer Kompass, der uns zeigt, wer wir wirklich sind, jenseits von Stress, Ängsten und Gedankenwirrwarr.

Erleuchtung hingegen ist ein umfassenderer Zustand, der höchste Bewusstseinszustand. Im Yoga bezeichnet Erleuchtung das vollständige Erwachen zu unserer wahren Natur, ein tiefes Gefühl der Einheit mit uns selbst und allem, was ist. In der Erleuchtung löst sich das Gefühl der Trennung auf, das Ego wird still, und wir erfahren Frieden, Glück und Freiheit. Erleuchtung ist wie das volle Leuchten des inneren Lichts, so hell, dass alle Dunkelheit verschwindet.

Man kann also sagen: Das innere Licht ist die Quelle, die in uns brennt, und durch Yoga dürfen wir lernen, dieses Licht immer mehr zu entdecken und strahlen zu lassen. Erleuchtung ist der Zustand, in dem dieses innere Licht vollkommen erstrahlt und wir unser wahres Selbst losgelöst von äusseren Umständen vollständig erfahren.

Yoga bietet uns den Weg, dieses innere Licht zu nähren. Durch Atemübungen, Asanas und Meditation öffnen wir uns für diese Energie und können Stück für Stück die Erleuchtung erfahren – nicht als einmaliges Ereignis, sondern als fortwährenden Prozess des Wachstums und der Bewusstwerdung.

Jeder kleine Moment in der Yogapraxis, in dem wir bewusst atmen, still werden und unserem inneren Licht Raum geben, bringt uns diesem Ziel näher. Und gerade diese leisen, inneren Erlebnisse machen Yoga zu einem so wertvollen Weg – ein Aufleuchten des Lichts in uns mitten im Alltag.

Wie fühlst du dein inneres Leuchten heute?

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

«THE QUIETER YOU BECOME, THE MORE YOU ARE ABLE TO HEAR» – RUMI –

In unserem Alltag ist es oft laut – nicht nur draussen, sondern auch in unserem Kopf. Gedanken, Sorgen und Pläne wirbeln unaufhörlich durch den Geist, und unser Denken springt von einem Thema zum nächsten, wie ein wilder Affe, der von Ast zu Ast hüpft. Dieses Bild nennt man im Buddhismus „Monkey Mind“ oder „Affengeist“ – ein unruhiger, ständig beschäftigter Geist, der kaum zur Ruhe kommt. Genau in dieser inneren Unruhe liegt eine besondere Kraft verborgen: Je stiller du wirst, desto klarer kannst du hören – nicht nur mit den Ohren, sondern vor allem mit deinem Herzen und deinem Inneren.

Stille bedeutet nicht einfach nur die Abwesenheit von Geräuschen. Es ist ein Moment, in dem du ganz bei dir bist, deine Gedanken zur Ruhe kommen und du dich wieder besser spürst. Wenn der Geist ständig beschäftigt ist, übersieht man leicht das Wesentliche oder innere Botschaften. Erst wenn es ruhig wird, kannst du wirklich in dich horchen und neue Einsichten gewinnen.

Viele Menschen finden es schwer, still zu sein, weil es für unser Gehirn ungewohnt ist, nichts zu tun oder zu denken. Doch kleine Pausen mit bewusster Ruhe helfen dem Geist, sich zu entspannen und zu ordnen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass solche Momente der Stille Stress reduzieren, die Konzentration verbessern und Kreativität fördern.

Wie kannst du Stille in deinen Alltag bringen? Probiere es mal mit kurzen Atempausen: Setze dich bequem hin, schliesse deine Augen und atme bewusst tief ein und aus. Fokussiere dich dabei nur auf deinen Atem. Oder gönn dir eine kurze Auszeit, in der du dein Handy beiseitelegst und einfach für ein paar Minuten nur da bist – ohne Multitasking oder Ablenkung. Auch ein Spaziergang ohne Musik oder Podcasts kann helfen, den Geist zu beruhigen.

Wenn du regelmässig solche Momente findest, wirst du merken: Du hörst mehr – auf deine eigenen Bedürfnisse, auf die Umwelt, auf die leisen Impulse deines Herzens. Und mit dieser inneren Ruhe wächst deine Klarheit, dein Wohlbefinden und deine Fähigkeit, bewusst Entscheidungen zu treffen.

Zusammengefasst: Je stiller du wirst, desto mehr Raum schaffst du, um wirklich zuzuhören – dir selbst und dem Leben um dich herum. Die Stille ist ein Geschenk, das dir Kraft und Klarheit schenkt. Dieses einfache Prinzip lädt dazu ein, sich immer wieder bewusst Zeit für Ruhe zu nehmen – damit du immer besser wahrnehmen kannst, was wirklich zählt.

Bleib dran und hab Geduld mit dir – Fortschritt braucht Zeit, doch jeder kleine Moment der Ruhe wird dich weiterbringen.

Yoga-Praxis im Einklang mit den Mondphasen

Der Rhythmus des Mondes begleitet uns durchs Leben – sichtbar am Himmel, oft spürbar im Inneren. Auch im Yoga können wir die Kraft der verschiedenen Mondphasen nutzen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen und bewusster mit unseren eigenen Bedürfnissen umzugehen.

Die Mondphasen: Energie und Wirkung auf den Körper

  • Neumond steht für Neuanfang, Entgiftung und Reinigung. In dieser Phase ist unser Körper besonders empfänglich dafür, Altes loszulassen. Die Yoga-Praxis kann jetzt sanft und in sich gekehrt gestaltet werden – ideal, um mit Atemübungen oder Yin-Yoga einen bewussten Reset einzuleiten. Wer eine Fastenkur oder neue Gewohnheiten starten möchte, findet im Neumond die perfekte Unterstützung.
  • Zunehmender Mond gilt als Zeit des Aufbaus und der Stärkung. In dieser Phase nimmt der Körper Nährstoffe und Energie besonders gut auf. Dynamischere Yoga-Flows eignen sich, um Kraft zu sammeln und neue Energie aufzunehmen. Der Fokus kann dabei auf stärkenden Haltungen und energiefördernden Pranayamas (Atemübungen) liegen.
  • Vollmond bringt eine intensive, energetisch aufgeladene Atmosphäre mit sich. Viele Menschen berichten in dieser Zeit von Schlafproblemen, erhöhtem Energielevel und emotionaler Sensibilität. Die Yogapraxis in dieser Zeit darf aber etwas ruhiger werden: Meditation, entspannte Dehnungen und Achtsamkeitspraxis helfen, mit überschüssiger Energie umzugehen und innere Balance zu bewahren.
  • Abnehmender Mond unterstützt das Loslassen – nicht nur auf körperlicher, auch auf mentaler Ebene. Detox, Ausdauertraining und loslösende Yoga-Einheiten (z.B. Twist-Positionen) können die reinigende Qualität dieser Phase unterstreichen. Man sagt auch, dass der Körper in dieser Phase schneller regeneriert und Heilungsprozesse effektiver laufen als sonst.

Yoga und Mondrhythmus: Verbindung schaffen

Indem du deine Yoga-Praxis nach den Mondphasen ausrichtest, kannst du Verbindung üben: zu dir selbst, zur Natur und zu den natürlichen Zyklen, die dich beeinflussen. Nimm dir Zeit, in dich hineinzuspüren – vielleicht spürst du, wie die Qualität deines Atems, deine Energie und deine Emotionen sich im Laufe des Mondzyklus verändern. Lass deinen Yoga-Stil flexibel werden: Pass Haltung und Schwerpunkt an, statt strikte Routinen zu verfolgen.


Mondphasen können eine Einladung zu mehr Achtsamkeit und Selbstfürsorge sein. Sie erinnern uns daran, dass auch unser Körper Rhythmen folgt – und Yoga gibt uns Werkzeuge an die Hand, diese Rhythmen bewusster und liebevoll zu begleiten. Und wie immer gilt: Mach das, was immer DIR gut tut!